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Umweltminister Hermann Onko Aeikens

Seeadler im Drömling

„Bei der Artenvielfalt ist es schon fünf vor zwölf“

Foto: Landesverwaltungsamt Sachsen Anhalt

Von Michael Pieper
Die Erhaltung der Artenvielfalt in Sachsen Anhalt war gestern Thema der Naturschutzkonferenz des Landes in Wernigerode (Landkreis Harz) mit Politikern, Unternehmern und Experten von Verbänden. Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU), der an der Konferenz teilnahm, erklärte gegenüber der Volksstimme, in der Frage der Artenvielfalt sei es bereits „fünf vor zwölf“. Er sagte: „Das Artensterben hat sich so drastisch beschleunigt, dass es in einigen Regionen längst zu einer existenziellen Gefahr für die Ökosysteme geworden ist.“ Daher dürfe es bei geeigneten Vorhaben auch keine Rolle spielen, dass es „Naturschutz nicht zum Nulltarif geben kann“. Als gute Beispiele für gelungene Arbeit nannte der Minister die Großschutzgebiete in Sachsen-Anhalt wie den Nationalpark Harz. Ziel sei es, zusammenhängende Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Damit dies gelingen kann, sei es wichtig, dass ein Umdenken nicht nur in der Politik, sondern auch in der Bevölkerung erfolge. „Der Naturschutz ist eine Jahrhundertaufgabe, die uns alle angeht“, sagte Aeikens. Er fügte hinzu: „Jeder kann durch sein Verhalten einen
Teil dazu beitragen.“ Beispielweise durch sparsamen Umgang mit Energie und Wasser. Nicht ohne Stolz verwies der CDU-Politiker auf die im Mai im Landtag verabschiedete und in dieser Form bundesweit einmalige Biodiversitätsstrategie des Landes. Das 36-seitige Papier sei die Grundlage, „Ressort übergreifend handeln zu können“. Denn, so Aeikens weiter, in allen politischen Bereichen müssten sich Entscheidungen daran messen lassen, „welche Auswirkungen sie auf den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen haben“.

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