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Klaus Noack, Bewohner von Wegenstedt, schrieb diesen Leserbrief zum Thema Windpa

Leserpost

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Klaus Noack, Bewohner von Wegenstedt, schrieb diesen Leserbrief zum Thema Windpark in Wegenstedt:

Ich wohne seit 1946 in Wegenstedt. Als Kinder sind wir oft den Schweineweg Richtung Velsdorf entlanggelaufen, um am Karpfenteich nach Vogelnestern zu suchen. Zum Teich führte ein kleiner Bach, mitten im Teich gab es eine von Bäumen bewachsene Insel. Wir verbrachten als Kinder viel Zeit an diesem Ort. Dann musste der Teich dem Acker der LPG weichen. Aber die Natur lässt sich nicht ganz unterdrücken. Heute Feuchtgebiet, rasten an dieser Stelle die Kraniche. Vielleicht kann man sich bald nicht mehr an ihren Flügelschlägen erfreuen, sondern hat die Flügel der geplanten Windräder im Blick. Wer unterstützt die Bürger? Die Kirche mit den Andachten zur Bewahrung der Schöpfung. Die Gemeinderäte handeln währenddessen hinter verschlossener Tür. Bauanträge sollen nicht öffentlich sein, wenn kein besonderes öffentliches Interesse besteht. Das ist bei uns aber der Fall.

Warum ein Grundsatzbeschluss zum Windpark nichtöffentlich ist, das kann der Rat keinem verkaufen. Eine Genehmigung des Windparkes durch unsere Gemeinde würde Wegenstedt spalten. Die Lebensqualität in unserem Ort hat sich verändert. Während der Ernte fahren die Trecker ununterbrochen zur Biogasanlage nach Flechtingen. Vielleicht rollen bald die Lkw vom geplanten Eickendorfer Steinbruch durch den Ort. Die Zeit läuft, und wir kämpfen sprichwörtlich gegen Windmühlen.

Klaus Noack,
Wegenstedt

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